Warum wir das Rad nicht neu erfinden

... aber dafür weiterentwickeln

Auf dieser Welt gibt es kaum noch wirklich neue Ideen oder Erfindungen. Zu irgendeiner Zeit hatte irgendwo irgendwer schon mal den gleichen Gedanken und hat es in die Tat umgesetzt.

So auch die Idee, witzige Sprüche auf Mülleimer zu kleben oder die Abfallentsorgung zur Gamification zu machen. Anderen Agenturen oder Organisationen ist das bereits sehr gut gelungen. Warum sollten wir genau das gleiche "nur in Grün" umsetzen?

Die Antwort lautet:

Weil wir es können.

Und weil die Welt nie genug interessante, witzige und kreative Kreationen bekommen kann, die zum Umweltbewusstsein beitragen. Die Anti-Müll-Kampagnen der deutschen Großstädte sind zwar großartig, verlassen die jeweilige Stadt aber nicht, da es unternehmensspezifische Image-Kampagnen sind. Und genau da liegt unser Alleinstellungsmerkmal. Später dazu mehr. Zuerst möchte ich bestehende Kampagnen und Mülleimer-Kreationen vorstellen und aus persönlicher Sicht beurteilen. Im Anschluss kommt unsere Vision und unsere Besonderheiten.

Anti-Müll-Kampganen

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© www.bsr.de

BSR – Berliner Stadtreinigung

Die Kampagne "We kehr for you" der Berliner Stadtreinigung war nicht nur die erste Anti-Müll-Kampagne, sondern auch einer der ersten Employer Branding (Mitarbeiter-Image) Kampagnen überhaupt in Deutschland. Seit 1999 denkt sich die Berliner Kreativ-Agentur HeymannBrandt immer wieder neue Mülleimer-Sprüche und Plakat-Motive aus. Meiner Meinung nach auch die spannendste Kampagne aus Deutschland, da diese das Thema mit Humor nimmt und kein Fingerpointing betreibt.

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© www.stadtreinigung.hamburg

Stadtreinigung Hamburg

Seit 2005 gibt es in Hamburg ebenfalls amüsante Sprüche auf den feurroten Abfallbehältern. Die Qualität der Sprüche kommt leider nicht an die der BSR ran und im Gesamtbild wirkt die Kampagne auch eher wie ein günstiger Abklatsch der Berliner Kampagne. Das einzig positive ist das etwas elegantere Rot und die neuen solarbetriebenen Papierkörbe mit Müllpresse.

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© www.stadtreinigung.hamburg

Abfallwirtschaftsbetrieb München

Der Münchener Abfallwirtschaftsbetrieb fährt andere Geschütze auf. Mit einem 5 Meter großen aufblasbaren Kaffeebecher will der Betrieb gegen die Nutzung von Einwegbechern angehen. Ob eine riesen "Plastik" aus Kunststoff die richtige Wahl ist, sei dahin gestellt. Die Kommunnikation ist eher einschüchternd und gegen den Betrachter gerichtet. Motivierend ist etwas anderes meines Erachtens nach.

Was machen werden wir besser machen?

1. Wir sind unabhängig.

Anders als die Stadtbetriebe der Großstädte richtet sich unsere Kamagne an die Allgemeinheit – und nicht an das Image des Stadtbetriebes. So profitiert in erster Linie die Natur von unserer Kampagne. In zweiter Linie aber auch die Stadt oder Organisationen, die unsere Motive benutzen.

2. Wir denken weiter.

Unsere Visionen reichen weiter, als beklebte Mülleimer. Wir wollen mit Innovationen mehr Aufmerksamkeit erregen und zum Handeln einladen. Zahlreiche Kreationen aus dem Internet geben uns Inspiration, welche wir auf Friesland projizieren möchten. Mit dabei sind Auffang-Behälter an Fahrrad-Wegen und Autobahnabfahrten sowie verschiedenste interaktive Mülleimer. Ebenso sammeln wir Stimmen der Bürger, um lokale Problem-Zonen in spannende Müll-Hotspots umzuwandeln.

3. Wir haben Bock.

Wir sind geprägt vom Aktionismus und haben alle Lust, etwas in Friesland zu bewegen. Wir freuen uns auf neue Erfahrungen, gleichgesinnten Menschen und eine saubere Umwelt. Diese Motivation ist der Antrieb für alles. Egal was wir konstruieren, wir wollen das Beste aus den für uns verfügbaren Mitteln machen. Dabei ist unser eigener Anspruch, möglichst viele Menschen mit möglichst wenig Aufwand zu erreichen und zum Handeln zu bewegen.

Erzähl uns deine Meinung!

Egal, ob harte Kritik, neue Ideen oder Anregung – wir sind dankbar über jeden Austausch.

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